Feeds:
Artikel
Kommentare

Verstumme! bitte

Ich weiß nicht, ob es an der Fahrstuhlmusik, die im Hintergrund läuft, oder an der Aussage “Sarrazin hat zwar viel Müll erzählt, aber viele Sachen stimmen und es ist gut, dass sie mal gesagt worden sind, damit mal drüber geredet wird” liegt, dass ich mit meinen Gedanken abschweife; zwar mitten drin sitze, und doch nicht dazu gehöre. Ich frage mich, wie man bei 8°C Zimmertemperatur gut schlafen kann, freiwillig wohl bemerkt, ich frage mich, wie man sich über eine niedrige Rente beschweren kann, wenn man wenigstens acht Mal im Jahr in den Urlaub fährt und sich so gut wie alle zwei Jahre ein Auto leisten kann, damit der Wagen nicht so viel läuft.

Wusstet ihr schon, dass man Charakterzüge aus dem Wohnort ableiten kann? Nicht? Ja, das hab ich auch leider heute erst gelernt. Die Familie, die einen nicht herzlich aufnimmt und irgendwie so komisch ist, ja, die sind so, weil das Westfalen sind. Halt so total typisch! Herzliche Menschen können nur woanders herkommen. Ich hoffe, ich konnte euch etwas beibringen.

 

The sun kissed the ice

 

 

Won’t you open for me the door to your ice world to your white desert?

and all the greens and reds and whites and blacks and the browns and yellows and purples are the same to me! They are the same to me.

Es wäre schön, wenn ich sagen könnte, was ich alles denke, wenn ich den Anfang von dem Faden in meinem Kopf finden, und alles geordnet erzählen könnte. Ich find ihn nicht.

Deswegen brauch ich irgendwas, neue Schuhe zum Beispiel, oder wie wär’s mit Nagellack. Ich brauch was, ich find es nicht, ich -

hör jetzt Musik

ganz laut

Arctic Monkeys am Besten, oder boysetsfire

was anderes kann ich grad nicht haben

stress free

Ich steige aus dem Auto, die Luft ist wärmer, als gedacht und ich mache mich auf den Weg zur Kneipe. Ich bin wohl etwas früh, denke ich, denn es ist noch keiner da, der auf mich wartet. Zeitgleich empfange ich eine SMS von L. “Hey, ich komme etwas später, bis gleich :*” Okay, eigentlich wie immer. Also warten.

Ich beobachte zwei Jungs, die mit einem dieser rot-weiß gestreiften Absperrplastikbänder spielen. Nach zehn Minuten kommt R. um die Ecke, ich freu mich, sie zu sehen. Küsschen. L kommt später. Achso, okay.

L. kommt und wir gehen rein. Bestellen uns was zu essen, ich trinke ein Bier dazu. Eine Riesengruppe gesellt sich neben uns, ca. 1960er Jahrgang, es wird tierisch laut, sie trinken Tango und Weizen, machen Witze über “Darf ich mir deine Frau zu Weihnachten ausleihen?” und singen “Wir haben Hunger, Hunger, Hunger.” Ein Glatzkopf starrt uns an, Kommentare fallen, “Mensch, die sind doch eh viel zu jung für dich” hahaha, Gegacker von den Frauen.

Nach zwei Stunden gehen wir, der Glatzkopf lässt mich nicht durchgehen. Ich sollte doch an seinem Knie kraulen und höher wandern, wenn ich durchgelassen werden möchte. Ich lächle höflich, geh seinem Blick aus dem Weg, er lässt mich durch. Mit den anderen natürlich das gleiche Spiel. Yay.

Ich bin froh, frische Luft zu atmen. Es ist kälter geworden. Wir setzen uns auf eine Bank, L. holt Becher und eine Kanne aus ihrer Tasche; sie hat Glühwein mitgebracht. Sofort denke ich an Weihnachten, an den Weihnachtsmarkt von letztem Jahr, ein Tag, den ich vermisse. Der Glühwein wärmt mich von innen, und ich bin froh, dort zu sein, wo ich bin. Ich fühle mich allem überlegen, ich könnte alles schaffen jetzt.

Ich pack mich warm ein

Vorher:

Nachher:

 

 

 

 

 

Superschnell und supereinfach war die gestrickt! Das Bündchen besteht aus 7 Reihen rechts links im Wechsel, mit einer Rundstricknadel Nummer 6, der Rest ist ein Halbpatentmuster mit einer Rundstricknadel Nummer 10.

Runde 1 : rechts, links, Umschlag und das stets wiederholen;

Runde 2 : rechts, Umschlag und linke Masche links zusammenstricken.

Am Ende bloß einen doppelten Faden durch die Maschen fädeln, zusammenziehen und festnähen.

Jetzt kann der Winter kommen, ich bin gewappnet!

Ik hou van Texel

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und ich wahrscheinlich besonders. Der Weihnachtsbaum wird erst morgens am 24. Dezember geschmückt, wenn ich mit meiner Mutter meine Patentante besuche, werden auf der Fahrt Joghurtdrinks getrunken. Der Herbst heißt dann auch für mich Texel, und es hat mich glücklich gemacht, dass alles wie immer war, so wie ich’s mit vier Jahren schon kennengelernt hab. Auf der Fahrt wird Multivitaminsaft getrunken und Riesen gegessen, das erste Mittagessen nach der Ankunft gibt’s im Catharinahoeve, grundsätzlich wird Fisch gegessen, mindestens einmal kommt Seezunge auf den Tisch, der wohl leckerste von allen!, Grolsch wird getrunken, Mergpijpjes und Stroopwafels, Vla, Krentenbollen, und was es sonst noch alles gibt, in sich reingestopft. Man fährt zum Deich, um auf den Wiesen die Gänse zu beobachten, und der hübsche Innenhof in Den Burg wird mindestens einmal fotografiert. Was ich sagen wollte: Es war schön. Es war wie immer.

 

Mittagsschlaf

Schlaftrunken sehe ich mich um, antworte “Hej!”, unkontrolliert, nachdem ich die verschwommenen Schritte und die Begrüßung realisiert habe. Ich reiße meine Augen auf, schließe sie wieder, reiße sie wieder auf – mein Herz schlägt an meinen Hals, ich atme laut, sehe auf die Uhr (Sie lacht mich aus, sagt mir mit ihrem spöttischen Blick, wie unüberlegt das war, ich höre sowas wie “Tja, selbst Schuld”). Höchstens eine halbe Stunde habe ich geschlafen. Mir ist schwindelig.

Ein Wort – ein Stöckchen

Ein Stöckchen gefunden. Das Stöckchen aufgehoben.

41 Fragen, die nur mit einem Wort beantwortet werden dürfen.

  1. Wo ist Dein Handy? – Nachtschrank
  2. Dein/e Partner/in? – hinreißend
  3. Deine Haare? – blond
  4. Deine Mama? – weich
  5. Dein Papa? – unbezahlbar
  6. Lieblingszustand? – Tagträume
  7. Dein Traum von letzter Nacht? – schlaflos
  8. Dein Lieblingsgetränk? – Wasser
  9. Dein Traumauto? – egal
  10. Der Raum, in dem Du Dich befindest? – Meinem
  11. Dein Ex? – unerheblich
  12. Deine Angst? – Pferde
  13. Was möchtest Du in 10 Jahren sein? – zufrieden
  14. Mit wem verbrachtest Du den gestrigen Abend? – Telefon
  15. Was bist Du nicht? – entspannt
  16. Das letzte was Du getan hast? – Cappucchino
  17. Was trägst Du? – Lieblings(chill)jacke
  18. Dein Lieblingsbuch? – Herr Jaromir
  19. Das letzte, was Du gegessen hast? – Brot
  20. Dein Leben? – endlos
  21. Deine Stimmung? – müde
  22. Deine Freunde? – Elite
  23. Woran denkst Du gerade? – /
  24. Was machst Du gerade? – bloggen
  25. Dein Sommer? – phänomenal
  26. Was läuft in Deinem TV? – nothing
  27. Wann hast Du das letzte Mal gelacht? – gestern
  28. Das letzte Mal geweint? – entfallen
  29. Schule? – wichtig
  30. Was hörst Du gerade? – Damien Rice
  31. Liebste Wochenendbeschäftigung? – leben
  32. Traumjob? – Informatik
  33. Dein Computer? – Suchtfaktor
  34. Außerhalb Deines Fensters? – Hausmauer
  35. Bier? – gern
  36. Mexikanisches Essen? – Darmprobleme
  37. Winter? – lieblich
  38. Religion? – Nö
  39. Urlaub? – Ferienhaus
  40. Auf Deinem Bett? – kuschelig
  41. Liebe? – substanziell

Wer mag, darf sich bedienen.

Gerade lag ich für eine halbe Ewigkeit hellwach im Bett, meine Zwerghamsterin läuft monoton im Rad, Meile für Meile, und der Ohrwurm, der die ganze Zeit rumdudelt, nervt mich. Kaki King hat es diesmal geschafft.

Schon wieder ein Samstagabend, an dem ich nichts vor hab. Besser gesagt, nichts vorhaben wollte, diesmal (blöde Entscheidung). Meine Laune ist jedoch nicht ansatzweise so gut wie letzten Samstag. Ich friere nämlich. Mein Hals tut weh, meine Nase läuft oder sie sitzt komplett zu. Ich will schlafen aber es geht nicht. Und es ist keiner da, den ich anzicken kann. Wahrscheinlich liegt’s daran, dass ich heute höchstens 40 Wörter gesagt hab. Ich bin zwar ganz und gar keine Person, die viel redet, aber gerade heute…

Ich mach mir jetzt Tee. Und Essen. Und dann schmoll ich eine kleine Runde hör ich iPod, stricke (ich hab drei Sachen angefangen und nichts wird fertig!) und bin morgen gut drauf. Ja. Ganz bestimmt.

Is there something between talking and being silent?

Ältere Artikel »

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.